Ludwig Harig, "Süddeutsche Zeitung"
  • "Ganz im Zeichen der Wirtschaftswunder- und Wiederaufbauphase der Bundesrepublik mit all ihren harten sozialen und ideologischen Bedingungen, aber auch ihren märchenhaften und grotesken Zügen, steht der Erstlingsroman der Pfälzer Kulturjournalistin Gabriele Weingartner. In elegant gefügter Erzählsprache mit hintergründigem Witz und Musikalität läßt sie einen körperlich wie geistig kurios gearteten Helden in die Verhältnisse hineinwachsen. (...) Wie auch immer dieser deutsche Nachkriegsroman gelesen und gedeutet werden wird - mir erscheint er mit den Illustrationen von Volker Heinle an ironisch gebrochene Wandteppiche der Fünfziger gemahnend - als Entwicklungsroman des deutschen Phänotyps aus dem Glaskasten."
Walter Klier, Wiener Zeitung
  • "Das kühne Unterfangen, einen historischen Roman über die jüngste Vergangenheit zu schreiben, der ein so breites Panorama entwirft, glückt nicht zuletzt aufgrund der kühlen, ironischen Erzählhaltung, die mit einer offenkundig an Thomas Mann geschulten Sprache einhergeht. Die Autorin weiß sichtlich, worüber sie spricht, wenn es um das einstige ostwissenschaftliche Milieu in Westberlin geht und ganz allgemein darum, wie es damals dort gewesen ist; sie läßt sich aber weder zu Autobiographie noch zu Schlüssellochguckerei verführen und bleibt ihren Gestalten auf eine geradezu frech altmodische Weise auf Distanz. Weit davon entfernt, das Erzählen wieder einmal revolutionieren oder gar abschaffen zu wollen, wird es in diesem Roman ganz einfach verwendet als das, was es ist: eine der sinnvollen Erfindungen der menschlichen Kultur."