Walter Klier, Wiener Zeitung
- "Das kühne Unterfangen, einen historischen Roman über die jüngste Vergangenheit zu schreiben, der ein so breites Panorama entwirft, glückt nicht zuletzt aufgrund der kühlen, ironischen Erzählhaltung, die mit einer offenkundig an Thomas Mann geschulten Sprache einhergeht. Die Autorin weiß sichtlich, worüber sie spricht, wenn es um das einstige ostwissenschaftliche Milieu in Westberlin geht und ganz allgemein darum, wie es damals dort gewesen ist; sie läßt sich aber weder zu Autobiographie noch zu Schlüssellochguckerei verführen und bleibt ihren Gestalten auf eine geradezu frech altmodische Weise auf Distanz. Weit davon entfernt, das Erzählen wieder einmal revolutionieren oder gar abschaffen zu wollen, wird es in diesem Roman ganz einfach verwendet als das, was es ist: eine der sinnvollen Erfindungen der menschlichen Kultur."
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